Tag 4 - Mittwoch 01.09.2010
Heute Morgen hieß es früher aufstehen, denn wir hatten ein straffes Tagesprogramm.
Nach dem Frühstück begrüßten wir Chris und Mieke, das Kamerateam, welches uns den Tag über begleiten sollte.
Nach einer kurzen Absprache ging es auch schon los. Schnell zogen wir uns unsere Neoprenanzüge an, um ein weiteres Mal nach Algen zu suchen. Diesmal an der Mole im Hafenbereich im Eckernförder Stadthafen.
Wir hatten Glück und fanden zahlreiche Algenarten, die wir für unsere Untersuchungen verwenden können. Diese Proben brachten uns die ersten Ergebnisse. Wir entdeckten, dass die Rotalgen ziemlich tief unten wachsen und sehr empfindlich sind. Dagegen wachsen die Braunalgen sehr weit an der Oberfläche und sind sehr resistent gegen äußere Einflüsse, wie Wellen und Wind.
Wieder am Boot angekommen, wärmten wir uns erstmal mit einer Tasse Tee auf. Danach begannen wir sofort die gefundenen Algen nach ihren Arten zu sortieren.
Mit ein paar der neu gefundenen Algen setzten wir das Herbar fort. Wegen der geringen Wassertiefe und der Nähe zum Land entschieden wir uns noch einmal, begleitet von unserem Kamerateam, eine Ausfahrt zu machen, um dort Messungen vorzunehmen.
Nach erfolgreicher ph-Wert-, Lichtintensität-, Temperatur-, Sichttiefen- und Nährstoffmessung fuhren wir zurück in den Hafen.
Nach der Verabschiedung von Chris und Mieke gingen wir in die nahe gelegene Stadt Eckernförde. Diese kleine Pause tat uns allen gut.
Danach konnten wir gleich wieder durchstarten. Wir begannen mit der Dünnschichtchromatographie, um die Pigmentzusammensetzung zu bestimmen. Dazu mörserten wir jeweils die Rot-, Grün- und Braunalgen, um das Chlorophyll zu gewinnen. Dieses füllten wir mit Pipetten in die Eppendorfcups und lagerten es in Kühlschrank, für die HPLC Analyse und für die Dünnschichtchromatographie. Nach 15 min. Lagerzeit haben wir die gekühlten Proben auf die DC-Platten aufgetragen und diese in die mit dem Laufmittel gefüllten Elekrophoresekammer gelegt. Morgen setzen wir die Bestimmungen fort und beenden die Arbeit für heute, um das erste Mal in dieser Woche vor 23 Uhr schlafen zu gehen.
Gute Nacht!